La Palma

von uns besucht 2001 & 2003

Die Kanarischen Insel - ich weiß - das ist ist Afrika. Und gehört somit genau genommen nicht auf diese Seite. Nun ja: Spanien ist eine europäisches Land, und so streng müssen wir den Titel meiner Seite ja nicht nehmen. Die Kanaren sind ohnehin von Europa vereinnahmt worden.
Die Landschaft auf den Inseln ist sehr unterschiedlich. Lanzarote und Fuerteventura sind karge Vulkaninseln, dann wird es nach Westen zu langsam grüner. Somit gibt es schon auf Teneriffa eine ansehnliche Vegetation. Über El Hierro weiß ich nicht viel, aber die beiden nordwestlichsten Inseln des Archipels sind auch die grünsten: Gomera und La Palma. Letztere haben wir inzwischen zwei mal besucht und sind begeistert von der Vielfältigkeit der Landschaft. Hier eine Übersicht:

Wanderung in den Cumbres.

Die Passatwolken geben den Blick frei bis Teneriffa.

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Anreise, Standort und Fortbewegung

Die Möglichkeit der Anreise mittels Fähre via Cadiz-Teneriffa sei hier erwähnt und gleich wieder vergessen. Denn natürlich werdet ihr normalerweise mit dem Flugzeug kommen und zu Hause schon irgend etwas gebucht haben. Wir haben uns beide male für ein Angebot der Firma Neckermann-Reisen entschieden, das unserer Art Urlaub zu machen sehr entgegen kommt: Es beinhaltet den Flug, einen Mietwagen und ein Quartier in einer Pension (es gibt auch Bungalows) mit eigener Küche usw., keine Verpflegungsleistungen inklusive - man bleibt ein freier Mensch. Gewohnt haben wir beide mal in Tazacorte, was ich immer noch für ideal halte. Der Ort liegt relativ günstig, so dass:

  • man alle interessanten Ort in erträglicher Zeit erreichen kann,
  • der Weg zum Meer nicht all zu weit ist (Tazacorte liegt nicht direkt am Meer, es ist etwa 1/2 bis eine 3/4 Stunde zu Fuß bzw. 10 Minuten mit dem Auto). Direkt am Meer liegt Puerto de Tazacorte, hier gibt es auch Quartiere.
  • man sich auf der klimatisch günstigeren Inselseite befindet. La Palma ist die grünste Kanarische Insel, was natürlich auch seine Ursache hat: Es regnet hier auch mal und zwar bevorzugt auf der Ostseite.

Zur Quartierwahl noch so viel: Angebote gibt es noch für El Paso (liegt relativ hoch, weit vom Meer, nah an den Bergen, manchmal schon in den Wolken), Los Canarios (keine schlechte Lage, aber weit bis zur Caldera), Puerto Naos (der hässlichste Ort, den ich in meinem bisherigen Leben gesehen habe, erinnert etwas an den sozialen Wohnungsbau in Ost und West, nur schlimmer). Eine weiter Hotelstadt ist Los Cancajos im Osten der Insel, haben wir aber nicht gesehen.
Zur Fortbewegung: Wir hatten unseren Mietwagen gleich mit gebucht und am Flughafen bekommen, was natürlich ideal ist. Autofahren auf La Palma ist völlig unkompliziert, die meisten Straßen sind zwar recht kurvenreich, aber alle bedeutenden sind in sehr gutem Zustand. Ansonsten verfügt die Insel über ein recht gutes Busnetz, wobei die beiden großen Städte Santa Cruz und Los Llanos die Drehkreuze sind, von diesen beiden Orten aus kann man praktisch über all hin fahren.

Sehensewertes


Alles Banane? Puerto de Tazacorte, Bananenpflanzen bis an den Ortsrand.

La Palma folgt einer eigenen Geografie: Von Nordost her weht der Passatwind an die Insel, darum ist es im Osten feuchter als im Westen. Weht des Passat, liegen über den Bergen Schleierwolken. Darum ist es für Bergwanderungen zu empfehlen möglichst früh zu starten, bis Mittag ist es meist noch klar. Am Angriffspunkt des Windes liegt auch die feuchteste Gegend der Insel: Das Biosphärenreservat von Los Tilos. Hier befindet sich einer der letzten Lorbeer-Urwälder weltweit, die UNESCO hat hier eine Forschungsstätte. Los Tilos liegt am Fuße des Bergmassivs der Caldera de Taburiente. Es gibt eine Menge lohnender Ziele auf La Palma, aber die Caldera ist die große Attraktion der Insel. Sie ist in Wahrheit keine Caldera, sondern ein riesiger Erosionskrater, der höchste Punkt misst über 2400 Meter! Südlich beginnt die vulkanische Zone, die Cumbres. Sie sind eine Ansammlung von Kratern, nochmals über 1900 Meter hoch. Der jüngste der Vulkane ist der südlichste: der Teneguia entstand 1971.
La Palma ist grün, die grünste Kanarische Insel. Und obwohl hier eigentlich alles wächst, gibt es Landwirtschaftlich eigentlich nur eine Monokultur: die Banane. Dass das alles andere als günstig ist, kann man sich denken, die Stauden brauchen neben jeder Menge Wasser auch Unmengen von Pestiziden. Etwas mehr Vielfalt wäre wünschenswert. Essen sollte die Zwergbananen aber jeder Besucher, sie schmecken wesentlich besser als alles, was es in heimischen Supermärkten gibt.


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