Griechenland

 

 





Ionische Inseln

Vom Inseltraum bis zum Individualisteneiland, hier wird jeder seine Trauminsel finden.

Meteora

Die Felsenwelt von Meteora ist einzigartig. Um die Sache noch zu toppen stehen mehrere Klöster auf den Bergspitzen.

Nauplia
Stadt im Nordosten der Pelopones ist sehenswert, in der Umgebung gibt es mehrere historische Stätten.

Mani

Die Halbinsel im Süden ist unzugänglich und karg, die Einwohner verschlossen, sie leben in Wohntürmen.





Sonne, und das blaue Meer - Bilderbuch-Griechenland.

 

 

Nationalparks

In Griechenland gibt es nach meinen Informationen der Zeit neun Nationalparks, zum Vergleich in Portugal sind es zwei. Sehr sehenswert soll der Olympus Park sein, wir waren im Enos Park (Bericht dem nächst hier) und im Vicos Nationalpark. Dessen Kernstück ist der Vicos Canyon, eine Schlucht die an manchen Park der USA erinnert. Absolut phantastisch, wenn ihr in die Nähe kommt.

Anreise

Grundsätzlich gibt es hier zwei Wege. Der Landweg führt über den Balkan. Klassische Route ist eigentlich die Fahrt über den „Autoput“, das heißt über Österreich, Slowenien, Kroatien, Jugoslawien, Mazedonien. Diese Route ist wieder möglich, das AuswärtigeAmt gibt für die Bundesrepublik Jugoslawien keine Reisewarnung mehr heraus (Ausnahme: Kosovo). Ich würde jedoch in jedem Falle empfehlen kurz vor der Reise alles noch mal durch zu sehen, kritische Staaten sind Jugoslawien und Mazedonien. Diese Route ist mittlerweile auch wieder die billigste. Und die unbequemste. Lange Autofahrt, hohe Gebühren für Straßennutzung und Visum (Serbien) und ein gewisser Unsicherheitsfaktor (den es auf dem Autoput schon vor dem Bürgerkrieg gab) verlocken zur Suche nach Alternativen
Es gibt noch eine zweite Balkanroute. Sie führt über Ungarn oder Kroatien nach Rumänien, Bulgarien und schließlich nach Griechenland. Seit Rumänien und Bulgarien zur EU gehören sind Probleme um Visa Geschichte.Aber Probleme gibt es dennoch. Die Fahrt über Rumänien und Bulgarien sollten heutzutage nur Leute mit Nerven wagen. Die Kriminalitätsrate ist hoch, besonders in Bulgarien, und die Menschen sind zum Teil bettelarm. Was ich zuletzt hier zu so gelesen habe klingt allerdings nicht schlecht, in der Tours waren schwärmerische Reisebericht zu beiden Ländern abgedruckt. Zweites Problem dieser Route ist die Donauüberquerung. Der Fluß ist die Grenze zwischen Rumänien und Bulgarien. Es gibt jedoch nur eine Brücke. Sie befindet sich südlich von Bukarest und führt von Giurgiu nach Ruse, ein weiter Weg. Zweite Variante ist die Fähre von Calafat nach Vidin. Hier ist mit extremen Wartezeiten zu rechnen. Alles in allem ist die Tour nicht einfach aber machbar und interessant (unbedingt das Rila-Kloster in Bulgarien mitnehmen).
Dritter und derzeit der normale Weg nach Griechenland ist die Fährüberfahrt von Italien (Ancona, Venedig, Bari oder Brindisi) nach Griechenland (Igoumenitsa oder Patras). Es soll auch eine Fähre von Dubrovnik (Kroatien) nach Igoumenitsa geben, sicher interessant, aber ich weis nichts genaues. Wir sind 1994 von und nach Brindisi mit einer Fährlinie namens Hellenic Mediterranean Lines (HML Ferries) gefahren. Dies möchte ich auf keinen Fall weiter empfehlen. Es war das bisher einzige mal, dass wir uns an Bord einer Fähre nicht sicher gefühlt haben. Die Schiffe waren alt und liefen unter Billigflaggen. Komandosprache schien italienisch zu sein, ein Großteil der Besatzung sprach jedoch russisch, kurz sucht euch lieber was anderes. So wie wir 2003, die Überfahrt mit der renomierten Minoan Lines war zwar nicht ganz billig, aber an sonsten in Ordnung. Die Linie hatte einfach für unsere Bedürfnisse den besten Fahrplan. Empfehlung: Wer es einrichten kann, sollte für die Rückfahrt eine Linie wählen, die morgens in Venedig ankommt. Die Schiffe fahren direkt an der Stadt vorbei, mit Blick auf den Markusplatz, morgens 8:00 - Ende September - Morgenröte am Horizont, da hat so mancher noch einen Film verknipst. Haben wir mit Minoan Lines erlebt, hinter uns lief eine Blue Star Fähre ein, also auch da möglich.

 

Verkehr

Es geht schon südländisch zur Sache aber von den großen Städten abgesehen bleibt das Chaos aus. Die Griechen fahren flott aber nicht selbstmörderisch. In abgelegenen Gegenden dominiert dann sogar südländische Gelassenheit. Besonderheit: Immer wieder trafen wir auf Kreuzungen, die für ein Straßenpaar mit „Vorfahrt beachten!“ und für das andere Paar mit „Stop!“ ausgeschildert waren. Wir haben sie alle unbeschadet überstanden, aber die wahre Bedeutung ist uns nie klar geworden.
Ein anderes Kapitel ist Griechenlands Straßenbau. Man baut billig. So entstehen Straßen an Berghängen, der Bau von Brücken und Tunnel wird nach Möglichkeit vermieden. Und da das Land sehr bergig ist, gleicht Auto fahren in Griechenland oft einem Slalomkurs. Hat man einen Lkw vor sich kann es durch aus auf 10 km keine Überholmöglichkeit geben. Und 100 km Fahrt können schon sehr weit sein. Im Übrigen habe ich noch kein Land gesehen, wo beim Straßenbau so wenig Rücksicht auf die Umwelt genommen wird. Aber die Natur schlägt zurück. Auf die überall in die Berghänge gefrästen Straßen antwortet sie praktisch jeden Herbst mit mehreren Erdrutschen.

 

Kulinarisches

Jede bessere Stadt in Deutschland hat ihren Griechen. Hier lässt zwischen Ouzu und Gyros vom Urlaub träumen. Aber wie meistens: Vor Ort schmeckt alles besser. Ansonsten, die Versorgungslage ist gut, man bekommt natürlich alles zu kaufen, Obst und Gemüse bevorzugt beim Straßenhändler oder auf dem Markt. Brot gibt es beim Bäcker normalerweise erst nach der Siesta, das heißt ab 15 oder 16 Uhr. In Touristische Regionen hat sich dies jedoch in den letzten Jahren geändert, frisches Brot zum Frühstück ist auch in Griechenland kein Fremdwort mehr.

 

Antike Stätten


Tolos im Orakel von Delphi. Der Sinn von Tolos ist noch ungeklärt.

Eine Reise nach Griechenland ist eine Reise in die Wiege der europäischen Kultur. Und so ist es unumgänglich diese oder jene historische Stätte zu besuchen. Wir waren 1994 drei Wochen im Land unterwegs und haben entsprechend viel gesehen. Am beeindruckendsten für uns war das Orakel von Delphi. Auf dem Areal in der Größe eines kleinen Dorfes befinden sich noch viele gut erhaltene Bauten, im übrigen auch ein Sportstadion, wesentlich schöner als in Olympia. Unbedingt auch sehenswert ist Mykene (siehe Nauplia und Umgebung). Olympia ist zwar auch sehenswert, aber bei weitem nicht so gut erhalten. Es wurde von Erdeben heimgesucht und teilweise auch erst wieder ausgegraben.
Nun noch ein paar allgemeine Tipps. Zum ersten, kommt so früh wie möglich. Erstens der Hitze wegen, ein kleine Wasserflasche sollte ohne hin euer ständiger Begleiter sein. Zum zweiten seit ihr dann vor den Tourbussen da. Die kommen zeitigstens um 10 Uhr. Antike Stätten sind Sonntags frei zu besichtigen, der Eintritt ist jedoch allgemein nicht so hoch. Montags sind sie oft geschlossen.

 

Die Hauptstadt Athen

Kaum eine Stadt, die wir besucht haben, ruft in mir so zwiespältige Gefühle wach, wie Athen. Soll man nun hinfahren oder nicht? Vielleicht muss man ja tatsächlich einmal auf der Akropolis gestanden haben. Sehenswert außer dem, der Alte Markt Agora, hier steht einer der besterhaltensten Tempel Griechenlands. Und dann ist da noch die Plaka, eine Mischung aus Altstadt und Flohmarkt. Das war's dann aber fast - denn ringsherum tobt das Chaos. Die Stadt wuchert völlig unkontrolliert nach außen hin. Die Luft scheint mehr aus Blei- und Schwefelverbindungen zu bestehen, als aus Sauerstoff. Der Verkehr ist eine Katastrofe, entweder es dreht sich kein Rad, oder es rollt mit einer Brutalität, die alles in den Schatten stellt. Mit 100 km/h auf eine Ampel zu - egal, bremsen kannst du sowieso nicht, das verhindert das Auto hinter dir, 2 Meter von deiner Stoßstange. Vielleicht muss man ja einmal tatsächlich einmal auf der Akropolis gestanden haben. Danke, ich habe schon.
Einzige Einschränkung: dies alles wurde lange vor den Olympischen Spielen zu Computer gebracht, die jetzigen Zustände sind mir unbekannt. Naja, schlimmer konnte es eh kaum noch werden.

Umwelt & Naturschutz

Um eines vorweg zu nehmen, ich mag Griechenland. Ich habe hier schon drei Urlaube verbracht, das trifft auf nicht viele Länder zu. Zum Thema: Man könnte meinen, die Griechen hassen ihr Land. Wie ist es sonst zu erklären, dass viele Fernstraßen (z.B. neue Nationalstraße Patras nach Westen) einer Müllkippe gleichen. Nicht, dass da irgenwo mal etwas herum liegt, das Problem ist: der ganze Straßenrand ist bedeckt von Müll. Ich war auf Korfu schnorcheln, das erste was ich sah: mehrere Metallstangen, vermutlich Übrigbleibsel einer Hotelbaustelle, einfach ins Meer geworfen. Auch an entlegenen Stellen: Ist eine Mineralwasserflasche leer wird sie einfach weg geworfen. Ich bin mir sicher, dass es für die Griechen einfach wäre durch ein wenig Selbstdisziplin einen Großteil ihrer Waldbrände zu verhindern: Sie dürften einfach keine Glasflaschen mehr ins Gebüsch werfen, der Faktor Selbstzündung wäre dann ausgeschaltet. Begünstigt wird alles das dadurch, dass Recycling in Griechenland ein völliges Fremdwort ist. Nirgend wo eine Tonne, in die man eine alte Weinflasche ein werfen könnte! Kein Pfandsystem, das die Rückkehr verbrauchter Bier- und Mineralwasserflaschen in Aussicht stellt. Deutschland stöhnt unter dem Dosenpfand (den ich hier nicht verteidigen will), aber hier kann man sehen, was passiert wenn solche Systeme völlig fehlen. Viel kann man nicht dagegen tun, außer nicht auch noch mit machen.
Zum Thema Straßenbau habe ich mich weiter oben schon geäußert, zumindest eines möchte ich aber noch vermerken: Mir ist nie aufgefallen, dass irgendwo Abwässer direkt oder indirekt (Flüsse) ins Meer gelangen, wie es das in einigen anderen Mittelmeerländern noch vereinzelt gibt.
Mein Fazit ist dennoch nicht besonders positiv und somit wohl auch keine besonders gute Tourismuswerbung. Aber letzteres ist nicht meine Aufgabe und diese Zeilen mussten einfach mal raus!


Shipwreck Beach ist DIE Touristenattraktion der Insel Zakynthos,
aber in einem anderen Land hätte man einen vergammelnden Frachter vielleicht entfernt,
bevor der erste Touri sein Teleobjektiv in die Bucht gerichtet hat.

 

Sprache

Extra für ein paar Wochen Urlaub griechisch zu lernen ist wohl etwas übertrieben. Die ohnehin freundlichen Einwohner sind oft sowohl des deutschen als auch des englischen mächtig. Hilft beides nicht, verständigt man sich mit Händen und Füßen. Was man jedoch auf jeden Fall lernen sollte ist die griechische Schrift! Ist es in Städten schon hilfreich, die Anschriften von Geschäften usw. lesen zu können, wird diese Fähigkeit in abgelegenen Gegenden zur Notwendigkeit. Dort nämlich fehlen dann die ansonsten übliche lateinische Umschrift an Wegweisern und Straßenschildern! Wer diese dann nicht lesen kann sieht ganz schön alt aus.

Camping

Ein Großteil der Campingplätze des Landes sind in einem guten Zustand, zumindest wenn man sich an die Empfehlungen aus Reise- und Campingführern hält. Sonst ist das Niveau manchmal etwas schlechter, aber einen richtigen Reinfall hatten wir nie. Abseits der Küste findet man oft Plätze mit Pool. Oft sind große Kühlboxen zur Benutzung für alle aufgestellt, das weis man im Süden schnell zu schätzen. Wo es Gefriertruen gibt: einfach nachts eine Mineralwasserflasche hinein legen, diese dann bei Tage in der eigenen Kühlbox als Kühlakku verwenden. Hat sich bewährt. Die Preis liegen für Auto, Zelt und 2 Personen meist zwischen 13 und 18 € wobei zwischen kleinen und großen Zelten unterschieden wird. Kinder brauchen zumeist erst ab 6 Jahren zu bezahlen.

Home Weiter: Ionische Inseln
Weiter: Meteora
Weiter: Nauplia
Weiter: Mani