Ionische Inseln

Teil 2


Kefalonia

Hier hat es uns auf unserer Tour am besten gefallen! Das merkwürdige daran: ich kann im Nachhinein nicht so recht sagen warum. Die größte der Ionischen Inseln ist bei weitem nicht so grün wie Zakynthos oder Korfu. Der wahrscheinlich größte Vorteil von Kefalonia: Ein Großteil der Inselbesucher sind Individualreisende. Das führt dazu, dass es zwar eine gewisse touristische Infrastruktur gibt, aber überlaufen ist die Insel nicht. Also Campingplätze und kleine Familienhotels sind vorhanden, Bettenburgen aber nicht. Einem Gaststättenbesuch abends steht nichts entgegen, aber es wird eher kein Schnitzel serviert werden (was für mich in Griechenland eine Enttäuschung währe).


An Kefalonias Nordspitze gelegen: Fiscardo

Eine Tagestour, die man unbedingt unternehmen sollte ist die nach Fiscardo. Der Ort scheint von einem Maler geschaffen. Die Häuser stehen bis direkt an den Hafen, wohl der schönste Ort der Insel. Und auf seine Art der Älteste: Denn als 1953 ein Erbeben Zakynthos und große Teile von Kefalonia in Schutt und Asche legte blieb der kleine Ort an der Nordspitze der Insel verschont. Dies und der Fakt, dass man mit der alten Bausubstanz für griechische Verhältnis doch recht sorgsam umgeht, machen den Ort zu einer Perle. Die Tour in den Inselnorden hat aber noch mehr zu bieten. Zum einen fährt man vorbei am venezianischen Castel, wir haben es nicht besucht, aber ein schönes Bild gibt die Burg allemal her. Außerdem sehr empfehlenswert: Myrtos Beach. Wer schon einmal eine offizielle Touristenbroschüre über Griechenland in der Hand hatte wird den Strand wiedererkennen, einer der schönsten des Landes. Die Zeit hier zu baden sollte man sich auf der Rückfahrt unbedingt nehmen, ein traumhaft schöner Ort.

Zu den Fakten: Unser Standort auf der Insel war Sami, was ich weiterempfehlen möchte: Netter Ort, schöner Strand, guter Ausgangspunkt für Inseltouren. Eine kleine Wanderung kann ich auch empfehlen, nämlich zum Kloster Agrilion hinauf, schöne Anlage mit frei stehenden Glockenturm, toller Blick aufs Meer. Wer möchte kann auch noch ein Stück weiter laufen, der Weg führt durch eine typisch griechische Kulturlandschaft, netter Spaziergang. Wer auf Kefalonia richtig wandern möchte kann das ebenfalls: Der Berg Enos liegt im kleinsten Nationalpark Griechenland (Aenos). Er ist zwar mit einer Straße ausgestattet, aber man kann ihn auch erwandern. Ansatzweise haben wir das auch versucht, aber der Gipfel war uns nicht vergönnt, für unsere seiner Zeit doch noch recht kleinen Kinder wäre dies etwas zuviel gewesen, der Enos ist immerhin über 1600 Meter hoch. Ein besseres Ziel für Kinder sind die beiden Höhlen. Die Drongarati-Höhle ist ein netter Ausflug für zwischendurch: Man steigt auf einer Treppe hinab, unten ist es schön kühl – selbst wenn oben die größte Hitze herrscht. Der Höhlenrundgang (keine Führung) umfasst in wesentlichen eine große Halle. Für Höhlenliebhaber ist die Sache nichts, der Boden ist befestigt, es sind doch eine Menge Tropfstein abgebrochen. Mehr ein netter keiner Ausflug. Interessanter: Die Melissani-Höhle, sie ist teilweise nach oben hin offen, die Decke ist dort eingestürzt. Im übrigen ist sie aber auch mir Wasser gefüllt, die Besichtigung erfolgt per Boot. Der Reiz liegt im Spiel des Lichtes mit dem Wasser und den an den Wänden hängenden Tropfsteinen. Dort hat es uns gut gefallen. Die Besichtigung beider Höhlen ist relativ preiswert, allerdings erwartet der Bootsführer noch ein geringes Trinkgeld..


In Kefalonias Unterwelt:
Die Melissani Höhle

Ithaka & Lefkas

Beide Inseln haben wir nicht direkt besucht. Aber zumindes gesehen. Ithaka hatten wir eine Woche lang von unserem Standort auf Kefalonia täglich im Blick, eine Insel der Sagen und Mythen: Der legendäre Seefahrer Odysseus soll von dort stammen. Die Insel schein recht karg, oft sind Olivenbäume das einzige Grün. Dennoch schein Ithaka ein Tipp zu sein, relativ schwer erreichbar ist die Insel nicht überlaufen, relativ wenig Tourismus, das ist in Griechenland bemerkenswert. Lefkas haben wir durchfahren. Unsere Fähre von Kefalonia kommend brachte uns auf die Insel, in ihrem Charakter scheint sie Kefalonia zu gleichen, wir haben unseren Mangel an Zeit hier sehr bedauert. Lefkas ist im übrigen im Norden mit einer Brücke ans Festland gebunden, das macht die Weiterreise leicht.


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