Skaftafell Nationalpark



Von uns besucht 1997

Unterhalb Europas größtem Gletscher Vatnajökull erstreckt sich ein einzigartiges Wandergebiet. Und um so höher man steigt, um so mehr staunt man. Immer wieder herrliche Ausblicke auf die Landschaft.



Eine Gletscherzunge des Vatnajökull

Der nicht vergletscherte Teil des Nationalparks hat ein besonderes Klima, feucht aber warm (als wir da waren schien die Sonne). Dadurch gibt es hier eine vielseitige Tier- und Pflanzenwelt. Von vulkanischen Aktivitäten ist hier kaum etwas zu spüren, aber unter dem Gletscher brodelt es mächtig. Hier befindet sich die Vulkanspalte Grimsvötn (letzter Ausbruch 1998) und der Vulkan Barðabunga dessen verheerender Ausbruch 1996 einen Gletscherlauf hervorrief, der Islands Hauptverkehrsader, die Ringstraße, auf mehreren Kilometern weggespült hat. Als wir 1997 Island besuchten konnten wir die Auswirkungen noch deutlich sehen, es war unbeschreiblich. Die auf einem Damm aufgeschüttete Straße war mit einem Schlag einfach verschwunden, am Fuße des Damms schlängelte sich ein neuer Fluss. Von der Straße war Kilometerweit nichts mehr zu sehen. Es gab jedoch schon 1997 wieder eine Behelfsstraße, inzwischen ist bestimmt alles wieder in Ordnung.
Der Vatnajökull ist wie geschrieben Europas größter Gletscher, 8300 km2 groß (Mallorca ist kleiner), bis zu 1 km dick. Eigentlich ist er der größte Gletscher der Welt, noch größer sind nur die Inlandeismassen Grönlands und der Antarktis.

Blick nach Westen: Durch diese Täler
rauschte 1996 der Gletscherlauf. Genau
hinsehen, der rand des Gletscher ist schwarz
gefärbt, Vulkanasche!



Anreise

Die Anfahrt erfolgt über die Nationalstraße 1 (Ringstraße). Eine kurze Stichstraße führt zum Park (ausgeschildert).

Unternehmungen

In erst Linie sollte man hier Wandern gehen. Ungeübten kann ich die Tour zum Wasserfall Svartifoss empfehlen. Alle die sich etwas mehr zutrauen: so hoch hinaus wie möglich, es lohnt sich. Immer wieder immer schönere Ausblicke! An der Nationalparksinformation am Campingplatz erhält man eine Skizze mit den Wanderwegen. Diese genügt völlig, die Beschilderung im Park ist gut. Festes Schuhwerk ist zu empfehlen, des weiteren auch Regenbekleidung, das Wetter kann sich sehr schnell ändern.
Wer mehr will: Auf dem Campingplatz gibt es Angebote zu geführten Gletschertouren. Von Schnuppertouren bis zur drei tages Tour zur Grimsvötn ist alles im Angebot. Sicherlich sehr reizvoll, aber von den Schnuppertouren mal abgesehen sicherlich nur Leuten zu empfehlen, die schon mal auf einem Gletscher waren (und ich meine nicht zum Ski fahren).

Von Basaltsäulen eingerahmt:

der Wasserfall Svartifoss



Was es sonst noch gibt

Einige Kilometer östlich hat sich am Fuße des Gletschers der See Jökulsarlon gebildet, ein Wunderwelt mit mit vielen kleinen abgebrochenen Eisbergen. Hier werden auch Bootstouren und Fahrten mit einem Amphibienfahrzeug angeboten. Des weiteren gibt es am Gletscher mehrere Orte an den Schneescooterfahten auf dem Eis angeboten werden.

Links zum Thema

Seite:

Thema:

Günter Eisenhardt

Eine private Seite mit sehr schönen Bildern vom Gletschersee Jökulsarlon



Reiseplanung

Reiseführer: Ulrich Quack; Reise-Handbuch Island; Iwanowski´s Reiseverlag **,Klaus Bötig und Hans Klüche; Island; Glodstadt-Reiseführer; Goldstadtverlag Karl A. Schäfer; **, Around Iceland; kostenlose Infobroschüre; englisch; liegt auf der Fähre und in Touristinformationen aus;**, Landkarten: Den großen Tipp möchte ich mir sparen, ein Islandkarte (das ganze Land auf einem Blatt genügt völlig). Kartenskizze zu Wanderwegen gratis vor Ort, genauere Karten ebenfalls.

Wetter



Camping

Der Campingplatz des Nationalparks befindet sich am Ende der Straße zum Park. Ruhig, schön gelegen, gute Sanitäranlagen, Laden, Nationalparksinformation. Dusche: 5 DM, das nächste Bad befindet sich im östlichen Nachbarort Eintritt dort 2 DM. Für den Platz **.


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