Italien




Cinque Terre

Fünf Dörfer, an der nördlichen Westküste gelegen, mit Auto nur schwer erreichbar, aber dafür mit einem Wanderweg verbunden.



Abends am Gardasee - Italien, wie wir es mögen

Nationalparks

Italien ist sicher nicht der Vorreiter in Sachen Naturschutz in Europa. Dennoch wird es schwer sein einen europäischen Staat zu finden, der 16 Nationalparks betreibt. Italien tut dies. Entsprechend umfangreich ist das „Angebot“. Allein zwei schützen die geplagten Alpen, im Nationalpark Abruzzen wurde eine weitere Gebirgslandschaft unter Schutz gestellt. Bären, Luchse und Wölfe leben hier. Ansonsten, konsequenter Schutz mediteraner Lebensräume, ein Sumpfgebiet, mehrere Mittelmeerinseln (Nationalpark Arcipelago Toscano). Italien ist nach Island das vulkanisch aktivste Land Europas (die kanarischen Inseln gehören geografisch zu Afrika). Dem trägt man am Vesuv Rechnung, der zweit größte Vulkan des Landes ist ein Nationalpark. Die jährlich hier rastenden Zugvögeln danken es den Italienern.

 

Anreise

Zu diesem Thema sind nicht viele Worte zu verlieren, irgendwie über die Alpen. Wer Zeit hat sollte sich eine Route suchen, die ohne Vignette auskommt. Österreich bietet mehrere. Merke auch: Die Strecken in Österreich, auf denen Maut erhoben wird sind nicht vignettenpflichtig. Wer sich also auf Landstraßen bis Innsbruck durch schlägt darf die Brennerautobahn ohne den teueren Aufkleber benutzen. Infos für Mitglieder beim ADAC oder für alle beim österreichischen Klub ÖAMTC.

Verkehr

Um so südlicher um so chaotischer. Das wurde mir auf unserer Griechenlandtour irgendwo in der Nähe von Bari klar. Wegen einer Baustelle war ein Tempolimit eingerichtet: 30 km/h. Ich dachte mal 2 ist nicht schlecht und fuhr 60 km/h. Kurz darauf wurden wir von der Fahrschule überholt... In den Reiseführern werden Tipps verteilt wie defensiv fahren, Verkehrsregeln einhalten und und und... Diese Ratschläge haben alle eins gemeinsam, sie funktionieren nicht. Mein Tipp ist der: Nicht unbedingt der Schnellste sein wollen, aber anpassen. Die Italiener lassen sich nicht durch Regeln tyrannisieren, benutzen aber durchaus ihren gesunden Menschenverstand beim fahren. Haltet es genau so, und wenn mal einer schneller sein will, sich ein Roller an der Ampel vor euch setzt, einer aus einer Seitenstraße kommt obwohl da doch ein Stoppschild - nicht so verbissen sehen. Mal auf die Hupe tippen und lächeln. Ihr seid in Italien.

Kulinarisches

Wer hat noch keine Pizza gegessen, wer noch keine Spaghetti bolognese? Dazu eigentlich nur so viel - in Italien schmeckt das alles noch viel besser.
Ein paar Worte für Selbstversorger: Einkaufen ist in Italien nicht ganz so einfach wie bei uns. Zum ersten - Obst und Gemüse sollte man nicht im Supermarkt kaufen, sondern auf dem Markt oder beim Gemüsehändler. Im Supermarkt ist das Angebot oft ziemlich schlecht. Zum zweiten - fertige Gerichte, gefrostet wie aus der Dose, sind in Italien in wesentlich geringerer Auswahl erhältlich, als bei uns. Die Erklärung ist simpel, das Zeug geht da nicht. Die Einheimischen legen einen wesentlichen größeren Wert auf ihre Ernährung als die Deutschen. Fertiges Essen ist out. Das geht soweit, dass die Firma Dr. Oetker in Italien lange Zeit keine Tiefkühlpizza anbot, man fürchtete um seinen Ruf.



Das Gemüseboot ist da - Venedig.

Sprache

Direkt notwendig ist es nicht für eine Reise italienisch zu lernen. Zwar gibt es keine flächendeckenden Fremdsprachenkenntnisse, aber jüngere Leute sprechen meist englisch und in Touristenzentren wird auch deutsch gesprochen. Man kommt also ganz gut durch, wenn man die üblichen Gruß- und Dankesformeln beherrscht. Jedoch, mir haben meine geringen Bemühungen etwas mehr zu lernen viel Anerkennung ein gebracht. Die Verkäuferin im Supermarkt ist gleich viel freundlicher und der Mann am Gemüsestand macht einen Scherz. Irgendwie lohnt es sich also schon. Für den Anfang braucht man sich übrigens noch nicht einmal einen Sprachführer zu kaufen, der von mir empfohlene Reiseführer „Oberitalien“ aus dem Michael Müller Verlag bietet schon eine ganze Menge.


Camping

Der Standart der italienischen Plätze ist im großen und ganzen gut, wir haben jedenfalls noch keine Enttäuschung erlebt. Das Preisniveau ist ebenfalls normal, kann allerdings in der Nähe von Highlights dramatisch ansteigen (dies ist aber wohl überall in Europa so). Alternativen sind hier schnell gefunden, für Venedig-Besucher kann ich beispielsweise die nördliche Halbinsel empfehlen, die von Kosovo an die Stadt heranragt. Von der Halbinselspitze besteht Schiffsverbindung nach Venedig. Bei solchen Problemen helfen normalerweise Campingführer wie ADAC und DCC ganz gut.
Auf noch etwas sollte man in Italien achten. Versucht Plätze zu meiden, an denen Einheimische ihr Wochenende verbringen. Mit der etwas temperamentvolleren (und lauteren) Art der Italiener kann man sich vielleicht noch anfreunden, aber die Italiener lieben la musica. Soll heißen Eros Ramazzotti ist in Form von Kassette oder CD immer mit dabei. Dies gilt übrigens nicht nur fürs zelten, auch baden, Ausflüge und so weiter sind betroffen.

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