Schweden

 




Insel Öland

Ostseeinsel, beliebt bei Badeurlaubern, aber auch mit viele Natur.

Vättern-See und Umgebung

Schwedens, größter Binnensee hat viel zu bieten, in seiner Umgebung befinden sich ebenfalls tolle Landschaften, z.B. am Göta-Kanal oder im Tiveden Nationalpark.


Schweden besteht aus viel Wasser und noch mehr Wald
Göta Hotel Borensberg, Götakanal

 

 

 

 

Nationalparks

In Schweden gibt es der Zeit etwa 20 Nationalparks, das ist nicht wenig. Damit ist auch ein Großteil der Pflanzen- und Tierarten Schwedens unter Schutz eines Parks. Und die Landschaft Schwedens bietet hier viel. Es gibt Nationalparks zum Thema Urwald (Tiveden) genauso wie Moorlandschaften (Stora Mosse) eine Ostseeinsel (Blå Jungfrun) oder die Wildnis des Nordens mit Bären und Wölfen (Sarek). Wir haben bisher nur den Tiveden Nationalpark besucht (siehe Vättern) und waren begeistert von der Landschaft.

 

Anreise

Es gibt mehrere Wege, der jeweils günstigste richtet sich wohl danach, wo man wohnt. Für den Osten Deutschlands, Bayern und Österreich empfehle ich die TT-Line auf der Strecke Rostock-Trelleborg. Die Autobahn endet in Rostock praktisch direkt im Überseehafen, wo das Fährterminal ist. Dann sind es knapp 6 Stunden Überfahrt. Es sei denn man entscheidet sich für die Überfahrt mit dem Katamaran Delphin, dann sind es keine drei Stunden, es ist auch nur wenig teurer als eine normale Fähre. Als weitere Anreisemöglichkeiten kommen in Frage, die TT-Line auf der Strecke Travemünde Trellborg oder verschiedene Routen via Dänemark (z.B. Vogelflug-Linie, Östersundbrücke...). Muss jeder für sich selbst durchchecken.

 

Verkehr

Unkompliziert! Die Schweden fahren eher defensiv, oft auch nicht besonders flott. Dazu tragen auch die Tempolimits bei. Die normale Höchstgeschwindigkeit liegt bei nur 70 km/h. Sie kann durch Schilder auf 90 oder 110 erhöht werden, ich möchte aber davor warnen das aus einer Landkarte ablesen zu wollen. Autobahnen dürfen meist mit 110, im Stadtbereich mit 90 befahren werden. Bei Fernstraßen gibt es keine Regel, 70 wie 110 sind möglich. Auch sollte man sich davor hüten, einfach los zu rasen. Die Strafen sind derart hoch, dass man sich das wirklich zwei mal überlegen sollte. Im Übrigen wird auch bei Tage mit Licht gefahren.

 

Kulinarisches

Das schlimmste in Schweden ist das Brot. Es gibt zwei Sorten. Das Weißbrot ähnelt zwar dem deutschen, eigenartig aber: es wird nicht hart! Nach etwa einer Woche wird es sehr krümelig, nach zwei Wochen pulverisiert es vermutlich. Dennoch ist es die bessere Sorte, denn dann gibt es noch das Schwarzbrot. Ich hätte schon beim ersten Einkauf stutzig werden müssen, da habe ich dunkle Brötchen mit Rosinen gesehen... Fakt ist, schwedisches Schwarzbrot enthält jede Menge Zucker. Im Prinzip ist das historische bedingt, in alten Zeiten konnten sich nur reiche Leute Zucker leisten, als es dann jeder konnte wollte ihn auch jeder überall haben. Das ändert aber nichts an einer Tatsache, es ist einfach eklig. Esst doch zum Frühstück lieber einmal Knäckebrot, darauf gebt ihr die köstliche schwedische Heidelbeer-Marmelade (Blåbärsylt).

 

Eisenbahn


Eine Lokomotive der ÖSIJ, Bahnhof Mariefred

 

Die private schwedische Eisenbahngesellschaft SJ, die frühere Staatsbahn, ist ein ebenso modernes und schnelles wie teures Verkehrsmittel. Aber über sie will ich nicht schreiben. Zum ersten, wer ohne eigenes Auto nach Schweden kommt, oder es einmal ein paar Tage stehen lassen möchte sollte eine Fahrt mit der Inlandsbanan in Erwägung ziehen. Was einen erwartet ist ein einfacher Triebwagen, der die Strecke von Östersund nach Lappland in vier Tagen zurücklegt. Einfach aus dem Fenster schauen und wo es gefällt aussteigen. Zum zweiten gibt es in Schweden eine Vielzahl netter Museumseisenbahnen. Eine sehr schöne fanden wir bei Mariefred, westlich von Stockholm. Auf nur 600 mm Spurweite fahren die Züge der ÖSIJ durch die Lande, wenn ihr hin kommt, nicht verpassen.

 

Preisniveau

Schweden ist nicht mehr teuer, das galt zumindest bei unserer Reise 1999 das Preisniveau lag nur leicht über dem Deutschen. Ausgenommen hiervon Gaststätten (ziemlich teuer) und wie überall in Skandinavien alkoholische Getränke (was man trinken will: von zu Hause mitnehmen). Bier mit einem Alkoholgehalt bis zu 3,5% gibt es im Supermarkt zu noch erschwinglichen Preisen (6er Pack für etwa 5 €) für alles weiter die staatlichen Monopolläden aufsuchen.

 

Sprache

Niemand braucht für einen Urlaub schwedisch zu lernen. Wesentlich sinnvoller ist es seine Englischkenntnisse zu vertiefen, auch ältere Leute sind dieser Sprache relativ oft mächtig, auch auf Deutschkenntnisse trifft man recht oft. Die üblichen Gruß- und Dankformeln sollte man aber natürlich kennen, danach kann man im Gespräch ins englische überwechseln. Meist wird man verstanden. Im übrigen finde ich schwedisch nicht besonders schwer, in einer schwedischen Zeitung kann man die hälfte der Worte mit etwas Fantasie ohne weiteres verstehen, es ist dem deutschen recht nahe.

 



Deutsch 


Hallo / Guten Tag

Danke 


 Schwedisch


 Hey
 Heyhey (freundlicher)
 tack

 




Camping

Genau wie die Engländer glauben auch die Schweden von sich, die Erfinder des Camping zu sein. Womit die Gemeinsamkeiten aufhören. Camping in Schweden ist nicht unbedingt von Luxus, dafür mehr von Natur geprägt. Die Ausstattung der Plätze ist sehr oft nicht gerade üppig aber ausreichend. Oft ist eine Sauna vorhanden. Meist stehen Hütten zur Vermietung bereit. Die Preise sind liberal, je nach Platz für zwei Erwachsene, ein Kind, Zelt und Auto zwischen 10 und 12 € (Durchschnitt). Auch ein Thema in Schweden: das Jedermannsrecht - einmal am Platz deiner Wahl im Freien übernachten.


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