Großbritannien

 





Snowdonia National Park

Berglandschaft im Nordwesten von Wales, hohe Berge, grüne Täler, einfach schön.

Insel Skye

Schottische Insel, gehört zu den inneren Hebriden. Wunderschöne Landschaft, Schottland pur.

Glenariff Forest Park

Fast schon ein Nationalpark, die Landschaft der Glens of Antrim (Nordirland) im Kleinformat.

Lake District

Der Lieblingsnationalpark der Engländer: zu Recht! Ein grüne Landschaft wie aus einem (englischen) Bilderbuch.


Alte Mauern im Königreich
Harlech Castle / Wales


Eilean Donan Castle,
Nahe der Insel Skye / Schottland

 

 

 

 

Allgemeines

Großbritannien gehört zu Europas größeren Staaten. Und liegt auch der überwiegende Teil des Teritorums in Europa, so hat die ehemalige Kolonialmacht doch noch Besitztümer in der ganzen Welt, von den Falklandinseln in Südamerika bis in die Karibik und die Südsee reichen Britaniens Arme. Das Land gehört zwar zur EU, verfolgt aber einen weitgehend unabhänigen Kurs, so dass es vor der Fährüberfahrt noch immer eine Zollkontrolle gibt, man bezahlt mit der eigenen Währung, ein Pfund ist etwa das eineinhalbfache eines Euros wert.
Auf den britischen Inseln gilt die Westeuropäische Zeit, auch Greenwich Time genannt

 


Aktuelle Uhrzeit auf den britschen Inseln:




Hilfe mit Rat und Tat und den üblichen Papierberg gibt es vom britischen oder Nordirischen Fremdenverkehrsamt.


Britischer Fremdenverkehrsverein (BTA)
Wendenstraße 22
60325 Frankfurt a.M.
Tel.: 069/971123

Nordirische Fremdenverkehrszentrale
Taunusstraße 52-70
60329 Frankfurt a.M.
Telefon: 069 / 23 45 04
Fax: 069/ 2 38 07 1

 

Nationalparks

In Großbritannien existieren der Zeit 12 Nationalparks. Lange Zeit jedoch alle in England und Wales, erst vor nicht all zu langer Zeit wurde auch am Loch Lomond, nördlich von Glasgow, einer eingerichtet. Von den zum Teil wundervollen Landschaften in Nordirland steht keine einzige im Status eines Nationalparks. Mittlerweile haben wir drei Reisen ins britische hinter uns und Parks in allen Landesteilen besucht.
Recht eigen ist es, was sich die Briten so unter einem Nationalpark vorstellen. Eine wirtschaftliche Nutzung hält man offenbar für selbsterverstänlich , also können hier auch Schafe weiden (die jede Vegetatiton außer Gras verhindern). Durch britische Parks dampfen Touristeneisenbahnen (Snowdonia), direkt neben Nationalparks stehen Kernkraftwerke (Lake District). Das entspricht dann alles nicht ganz meinem Verständis für solche Einrichtungen, jedoch - jeder mache sich sein eigenes Bild. Ich bin mir sicher, dass es sich lohnt.
Bemerkenswert ist der Einfluss des National Trust, einer Stiftung für Naturschutz und Erhaltung der örtlichen Kultur. Dem Trust gehören mehrere Castels, beispielsweise in Schottland. Im Lake District sind mir mehrfach Grünflächen aufgefallen, die der Trust erworben hat. Dort weiden keine Schafe mehr, die Natur kann sich ungehindert entfalten, ein positive Entwicklung finde ich.


Sonnenuntergang in Britaniens jüngstem Nationalpark
Loch Lomond - Schottland

 

Anreise

Kein Problem! Jede Menge Fährlinien und der Eurotunnel, nach Großbritannien zu gelangen ist wirklich unproblematisch. Als sehr günstig empfanden wir beide male die Überfahrt von Zeebrücke nach Felixtown mit P&0, eine Linie, die es so leider nicht mehr gibt. Einen ähnlichen Effekt hat jedoch die Verbindung Hoek van Holland - Harwich von Stenaline. Oder man nimmt doch P&O und fährt von Rotterdam oder Zeebrücke nach Hull (weiter nördlich). Allerdings, unsere einstige Lieblingslinie kostete keinen Pfennig mehr als Calais - Dover. Heute, da man in Euro und Cent rechnet sind diese Zeiten wohl vorbei. Dennoch: Diese Altnernativlinien sind bedenkenswert, nimmt man eine Nachtfähre spart man eventuell einen ganzen Urlaubstag. Das ist mir dann auch ein paar Euros wert.
Für die Rückfahrt haben wir auch schon einmal den Eurotunnel benutzt, er ist eine wirkliche Alternative. Über das Terminal in Folkestone in den Zug, und schon eine Stunde später auf französischen Straßen. Anreise nach Nordirland: Sehr viele Möglichkeiten, eine genauere Beschreibung geben ich auf meiner Irlandseite

 

Verkehr

Linksverkehr, aber man gewöhnt sich schneller daran, als man denkt. Wer keinen Beifahrer hat, der mit aufpasst, sollte sich ein kleines Zettelchen am Lenkrad oder Armaturenbrett befestigen:“Links fahren!“. Vorsicht vor allem in einsameren Gegenden an Ausfahrten von Parkplätzen und Tankstellen. Ansonsten kommt man gut zurecht. Die Einheimischen fahren flott, aber eben britisch, nicht aggressiv, ohne Hektik, das gilt zumindest für dichter besiedeltes Gebiet. Fährt man an Wochenenden oder in Gegenden wo weniger Menschen leben haben die Briten auch manchmal ganz schön die Ruhe weg. Besondere Verkehrseinrichtung: die Singel track road, eine schmale Straße mit Ausweichstellen. An den Ausweichstellen stehen Schilder (weis, quadratisch, auf einer Spitze stehend), auch hier links bleiben und eventuell warten. Auch wenn die Ausweichstelle auf der rechten Seite liegt..

 

Kulinarisches

Die englische Küche ist berühmt. Und ein Blick auf die Speisekarte eines Restaurants verrät: es gibt es tatsächlich, das Steak mit Pfefferminzsoße. Trotzdem lässt es sich im britischen ganz gut leben. Im Fast Food Bereich beispielsweise gibt es etwas geniales - Fish & Ships! Ein meist recht großes Stück Fisch und eine ordentliche Portion Pommes, so wird man preiswert satt. Aber Vorsicht: die Einheimischen haben sich auch hier etwas ausgedacht. Sie geben neben Salz Essig über die Pommes. Rechtzeitig ablehnen! Und natürlich gibt es auch auf der Insel, wie an heimischen Fritenbuden, Qualitätsunterschiede. In Schottland hatten wir eigentlich immer Glück, aber in Engalnd sind uns auch mal Chips begegnet, die vor Fett triefend den Geruch von Fisch hatten, mit dem sie wohl die Fritteuse geteilt haben. Zu diesem Teil nur noch so viel: Die beste Lammkeule meines Lebens verzehrte ich in einem englischen Pub. Und das führt uns zum gemütliche Teil, wer nicht ab und zu mal in einem Pub war, war nicht in Großbritannien. Einfach sich mal in Ruhe hinsetzen und ein Pint genießen. Es gibt meist 3-4 Biersorten, deutschen Zungen schmeckt gewöhnlich Lager (dem Pilsner ähnlich) oder Stout (Schwarzbier) am besten. Oder, vor allem in Schottland, mal einen Whisky probieren. Ich kenne eine menge Leute, die keinen Whisky mögen, dabei haben sie noch nie einen richtigen getrunken. Für Anfänger: Achtet darauf, dass es ein >>pur Malt<< und kein >>blendet<< ist (das heißt nicht, dass blendet grundsätzlich schlecht ist). Ich empfehle zum probieren Glenmorangie oder Glenfiddich (beide Schottland). Ein guter blendet kommt aus der Bushmills Whiskey Distillery in Nordirland, nämlich Black Bush. Für Schottland- und Nordirland-Besucher zählt der Besuch einer Whisky-Destille ohnehin zum Pflichtprogramm. Wir waren 1992 bei Glenfiddich (sehr ausführliche deutsche Führung) und Glen Livet, 1995 bei Bushmills in Nordirland. In Schottland hat es uns etwas besser gefallen, aber wer so etwas noch nie gesehen hat, der sollte auch in die nordirische Distillery gehen.


Der Pub - eine englische Institution


 

Sicherheit

Auf der Hauptinsel keine besonderes Thema. Folgende Anmerkungen zu Nordirland: Als wir 1995 da waren gab es die erste einjährige Feuerpause zwischen den Konfliktparteien. In unruhigeren Zeiten gilt, der Aufenthalt in Nordirland ist für Touristen mit einem nur unwesentlichen höheren Risiko verbunden. Der Grund dafür ist einfach, für keine der beiden Parteien sind Touristen potentielle Ziele. Aus Berichten weiß ich aber, es kann unangenehm werden, wenn die Zeiten unruhiger sind. Straßensperren der Armee, Soldaten mit Maschinengewehr im Anschlag, das ist nicht jedermanns Sache. Aber, wie gesagt, wir haben alles das nicht gesehen. Nur die wie Festungen ausgebauten Polizeistationen vielen uns auf. Und es war sehr, sehr schön in Nordirland.

 

Sprache

Wer ein wenig in Europa und der Welt herum reist sollte auch ein wenig englisch beherrschen. Im Mutterland der Sprache selbst kommen einem diese Kenntnisse dann natürlich besonders zu gute: Man wird immer verstanden. Im übrigen wissen die Briten zu meist die Sprachkenntnisse ihrer Gäste zu schätzen, ihnen ist bewusst, dass sie selbst nur ihre Muttersprache beherschen. Somit ist die Chance sich zu blamieren relativ gering. Probiert euere Kenntnisse ruhig aus.

 



Deutsch 


Hallo 
Danke 
Ich hätte gern ein Bier. 


 Englisch

 
Hallo!
 Thank you / Thanks
 Could I have a pint of lager, please.


Camping

Die Engländer zählen zu den Nationen, die glauben das Zelten erfunden zu haben (von den Schweden ist mir selbiges bekannt). Entsprechend hoch ist das Niveau. Eine Übernachtung für zwei Personen inklusive Zelt und Auto kostet zwischen 10 und 15€, normale Preise. Wildes campen ist verboten, wird aber in einsameren Gegenden gewöhnlich geduldet. Allerdings sollte man sich dessen bewusst sein, dass man mit ziemlicher Sicherheit auf Privatland steht, anders als in Deutschland oder Österreich gibt es im britischen kaum öffentliche Flächen. Auch ein Wegerecht, welches mit dem unsrigen vergleichbar ist existiert nicht: Privatland ist oft gleich bedeutend mit “Keep out!“ (das ist dann aber Beschildert).
Warnen muss ich dann noch vor den Wochenenden, besonders in der Nähe industrieller Zentren (z.B. Lake District). Der Spuk beginnt Freitag nachmittags, zum Abend ist der Campingplatz krachend voll. Man erholt sich. Leider auch Leute, die sonst wohl mit Camping nicht so viel am Hut haben, soll heißen, es wird Laut und in den Toiletten, dreckig. Ich kann nur empfehlen durchzuhalten, denn bereits Sonntag Mittag ist der ganze Zauber vorbei. Im Übrigen ist es ein Fehler das Erscheinen der Einheimischen als positive Wettervorhersage zu deuten. Gezeltet wird auch bei Regenwetter. Uns sind im Sanitärgebäude Kinder begegnet, die ihr Fußballspiel unterbrochen haben, um mal schnell ihre Trikos in den Trockner zu werfen. Eine halbe Stunde später waren sie wieder auf dem Platz, trotz Regen.


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